Fusion von Objet und Stratasys: Interview mit David Reis

An alle unsere Leser – wir hoffen Sie hatten schöne Feiertage und wünschen allen ein erfolgreiches Jahr 2013!

Das Jahr 2013 haben wir mit bahnbrechenden Nachrichten begonnen: Objet und Stratasys – zwei führende Unternehmen der 3D-Druckindustrie – sind nun zu einem neuen gemeinsamen Unternehmen fusioniert. Die komplette Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

Was bedeutet dies für die Zukunft des 3D-Drucks? Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns mit David Reis, CEO des neu aufgestellten Unternehmens, getroffen. Nachfolgend finden Sie die komplette Abschrift seines Interviews.

Sam Green: Was waren die Gründe für die Fusion und welchen Hauptvorteil sehen Sie für Ihre Kunden?

3D Printing on the BBC

3D-Drucker bei einer der letzten BBC Newsnight Sendung – 3D-Druck gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit in den Medien

 

 

SG: 3D-Druck existiert schon seit 20 Jahren oder länger. Was also ist so besonders an 3D-Druck und warum gerade jetzt?

Objet1000 Full Scale 3D Printed Prototype Wheel

3D-Druck ermöglicht bessere Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Abteilungen/Kunde und Unternehmen bei Entscheidungen über Designfragen

 

DR: Zuerst wird 3D-Druck, und das geschieht bereits, Designprozesse befreien und sie schneller, dynamischer und kreativer werden lassen. Mit einem 3D-Drucker können Designer nahezu sofort ihre Ideen mit einem physischen, realitätsgetreuen Modell überprüfen, und wenn sie nicht zufrieden sind, eine Änderung schnell umsetzen. Dies besitzt enorme Wirkungsmacht. Es fördert und ermöglicht bessere Zusammenarbeit zwischen Arbeitsgruppen, macht den Herstellungsprozess dynamischer und eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, individualisierte und personalisierte Produkte einfacher anzubieten. Am Ende des Tages werden dadurch bessere Produkte für Verbraucher hergestellt – und dies schneller als je zuvor. Wenn wir dies im geschichtlichen Kontext betrachten, vereint 3D-Druck das Beste aus sowohl der Pre- und der Post-industriellen Welt: Man kann jetzt maßgefertigte Waren herstellen, mit der Qualitätssicherheit und Kosteneffizienz der Massenfertigung. Im Wesentlichen sprechen wir hier über die nächste industrielle Revolution.

SG: Was erwarten Sie für 3D-Druck in 2013?

DR: Wir erwarten Innovationen über das ganze Spektrum des 3D-Drucks. Im Einstiegsbereich bedeutet das kleinere, erschwingliche 3D-Drucksysteme auf professionellem Niveau wie z. B. Mojo, während im High-End Bereich größere und leistungsstärkere Drucker präsent werden – wie der neue Objet1000 3D-Drucker im Großformat.

Darüber hinaus erwarten wir eine stärkere Tendenz zum 3D-Druck für Direct Digital Manufacturing mit der Fortus-Linie. Das heißt mehr Hersteller werden 3D-Druck einsetzen, um Endprodukte schneller herzustellen. In der allgemeinen 3D-Welt erwarten wir, dass 3D-Inhalte noch im größeren Maße verfügbar werden und für die breite Öffentlichkeit zugänglicher werden – nicht nur professionelle Konstrukteure, sondern auch Studenten, Lehrer, Forscher, Hobbydesigner, Modellmacher und Unternehmensinnovatoren.

 

SG: David, vielen Dank für Ihre Zeit.

DR: Sehr gerne. Ich wünsche allen Lesern und unseren Kunden und Partnern ein sehr glückliches und erfolgreiches Neues Jahr!

 

Um mehr von David Reis zu erfahren, lesen Sie auch den Artikel From This Day, Forward auf unseren Schwester-Blog. (Nur in Englisch verfügbar.)

Verpassen Sie auch nicht den neuen Blog-Beitrag von Scott Crump, dem Mitgründer von Stratasys und neuem Vorstandsvorsitzenden – „A New Chapter and My New Role at Stratasys“. (Nur in Englisch verfügbar.)

Mehr Informationen über das neu aufgestellte Unternehmen finden Sie auch auf www.Stratasysfora3DWorld.com

 

Blog-Beitrag auch verfügbar in: Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Brasilien

Leave a Comment

*