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Life size (Left) and 1/3 (right) models 3D printed on the Objet30 Pro 3D Printer by Stratasys using rigid opaque (VeroWhite) PolyJet materials

4.500 Jahre alte Göttin zieht nach 3D-Druck von japanischem Museum neue Besucher an

Wertvolle historische Kunstwerke werden durch 3D-Druck leichter zugänglich und bewahren die Geschichte, während die Öffentlichkeit mehr über ihr nationales Erbe lernt.

jomon goddess 3d printing
Originalgroße (links) und 1/3 (rechts) Modelle, 3D-gedruckt auf dem Stratasys 3D-Drucker Objet30 Pro mit festem-blickdichtem PolyJet-Material (VeroWhite).

Endlich ermutigt ein Museum seine Besucher dazu, Kunstwerke anzufassen. Das Yamagata Prefectural Museum, in der Präfektur Yamagata, Japan verwendet Stratasys 3D-Drucktechnologie für Repliken eines 4.500 Jahre alten Nationalschatzes, damit Museumsbesucher mehr über ihre Geschichte lernen, diese erkunden und, ganz wörtlich, mit ihr in Berührung kommen.

Gegründet 1971 ist das Yamagata ein Gemeindemuseum mit etwa 300.000 Ausstellungsstücken. Kürzlich erfuhr das Museum einen Aufmerksamkeitsschub, als es die Replik einer 4.500 Jahre alten Göttin aus Ton ausstellte. Das Original der Figur wurde 1994 in Funagata-cho, Yamagata ausgegraben und stammt aus der Jomon-Periode (12.000 v.C. – 300 v.C.). Bekannt ist es unter dem Namen Jomon-no-megami oder Jomon Göttin. Im Jahr 2012 ernannte Japan die Jomon Göttin zu einem Teil seines Nationalerbes.

Mehr Besucher, mehr Engagement

Mit dem Medienecho zu Japans erster 3D-gedruckter antiker Replik erfuhr das Museum eine ihm bislang unbekannte Öffentlichkeit, die sich durch höhere Besucherzahlen bemerkbar machte. Susumu Abe, Vize-Direktor des Yamagata Prefectural Museum, sagt, die jährliche Besucherzahl des Museums habe 2013 zum ersten Mal 45.000 betragen und werde voraussichtlich noch weiter ansteigen.

The Objet30 Pro 3D Printer captures the fine details and accuracy of the Jomon Goddess sculpture, like the patterns around the waist of the goddess
Der 3D-Drucker Objet30 Pro fängt die feinen Details und die Präzision der Skulptur der Jomon Göttin ein, wie etwa das Muster um die Taille der Göttin

Die Repliken ermöglichen Besuchern einen aktiveren Zugang zur Vergangenheit, da sie die Repliken anfassen und fühlen können.
“Die Geschichte ist ein Wunder und mag den meisten Menschen ein wenig unzugänglich scheinen. Aber mit 3D-Druck bieten wir Besuchern die Gelegenheit, sich interaktiv durch die Geschichte zu bewegen”, so Abe.

Nationalschätze bewahren

“3D-Druck wird in der Industrie weithin genutzt, um in der Produktentwicklungsphase erfolgreich Kosten und Zeit einzusparen”, sagt Abe. “Ich dachte mir, dass man den 3D-Druck auch für unsere Sammlungen nutzen könnte, um diese wertvollen historischen Kunstwerke besser zugänglich zu machen und so die Geschichte zu bewahren und der Öffentlichkeit das nationale Erbe näherzubringen.”
Abe startete das Projekt im September 2013. Eine 1:1 Replik der Göttin wurde in drei Monaten hergestellt, dazu mehrere Kopien im Maßstab 1:3 für externe Bildungsveranstaltungen und Muster.

Susumu Abe, Vice Director Yamagata Prefectural Museum
Susumu Abe, Vize-Direktor des Yamagata Prefectural Museum

Yamagata, das erste Museum in Japan, das 3D-Drucktechnologie zur Fertigung von Repliken anwendete, nutzte für die Repliken der Figuren einen Objet30 Pro 3D-Drucker von Stratasys. Die 3D-gedruckten Repliken bieten Wissenschaftlern und der breiten Öffentlichkeit größeren Zugang zu den historischen Artefakten. Diese können nicht nur restauriert und nachgebildet sondern auch für Bildungsveranstaltungen und Wanderausstellungen genutzt werden.
“3D-Druck, eine moderne und innovative Technik, bewahrt und verändert Geschichte.” sagt Abe.

Es geht vor allem um die Details

Das Museum entschied sich für den 3D-Drucker Objet30 Pro aufgrund seiner Detailgenauigkeit, Präzision und der breiten Auswahl an Materialien.
“Um die Taille der Göttin finden sich sehr interessante Muster. Es icht wichtig für uns, die Details einzufangen, die die Einzigartigkeit der Göttin ausmachen.” komentiert Abe.
Durch die PolyJet 3D-Drucktechnologie des Objet30 Pro kann Abe mit geringem Zeitaufwand detailreiche Repliken fertigen und Oberflächen glätten. Ein originalgroßes Modell kann in 20 bis 30 Stunden, eines der kleineren in nur drei bis vier Stunden 3D-gedruckt werden. Das feste-blickdichte Material (VeroWhite), das für den Druck der Figuren verwendet wurde, schuf eine große Ähnlichkeit zwischen den 3D-gedruckten Figuren und dem Original der Göttin.

Blog-Beitrag auch verfügbar in: Englisch

Carrie Wyman

Carrie Wyman

Carrie is a technology and 3D printing enthusiast, with a passion for beautiful design.

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